Design & Methods

5.1 Fazit zur Thesis

May 5, 2008 · Leave a Comment

Das Gebiet „Designmethodik“ ist aufgrund seiner trans- und interdisziplinären Thematik und Kontexte komplex.

In meiner Thesis ging es mir nicht darum, eine eigene Designmethode zu kreieren, sondern einen Einblick in ein erweitertes Designverständnis zu geben und einen Überblick über die Vielzahl, der bereits existierenden „Designmethoden“ zu schaffen.

Mir war es wichtig, neben der theoretischen Behandlung des Themas, auch ein praktische Anwendung in Form eines „Methoden-Tools“ zu finden. Dies ist mir in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Mensch-Computer-Interaktion (AG MCI) der Universität Konstanz gelungen.

Meine Datenbank und ihre Implementierung in das „MedioVis“ der AG MCI sind die Basis für mein Methoden-Tool. Mein „Tool“ stellt für mich die aussichtsreiche Grundlage für weitere vielversprechende Projekte dar.

Christopher Alexander stellte fest, daß die Aufgaben, denen Designer begegnen, und die Lösungen, die sie kreieren müssen, von immer komplexerer Gestalt sind. (vgl. „Notes On the Synthesis Of Form“,1970)(79)

Aufgrund seines erweiterbare Charakters und seiner umfangreichen Funktionen ist das „Methoden-Tool“ in der Lage, den komplexen Anforderungen gerecht zu werden, und sowohl den informativen, als auch den selektiven Aspekt des kreativen Arbeitens mit Designmethoden zu gewährleisten.

Zukünftig wird es damit möglich sein, aus einer (erweiterbaren) Anzahl von Designmethoden, Informationen zu erhalten, Wertungen (von Informationen) zu erstellen, Zusammenhänge aufzuzeigen, spezifische Anfragen bezüglich eines Entwurfs- bzw. Lösungsprozesses zu bearbeiten und Selektionen vorzunehmen.
Das, aus der Arbeit mit dem „Tool“ erschaffene Design – Artefakt und/oder Prozess – ist, davon bin ich überzeugt, fundierter, effizienter und somit von höherer Qualität.

„Human Centered Design“„Design Research“, Designwissenschaften und Designtheorie sind zukunftsträchtige Tätigkeitsfelder eines Kommunikationsdesigners, die zugleich ein methodische Vorgehensweise erfordern.

Designmethoden stellen meiner Meinung nach für Designer ein geeignetes Instrument dar, Design als wissenschaftliche Disziplin zu kommunizieren und zu etablieren, es somit aus seiner „Adoleszenzkrise“ zu führen, und anderen Wissenschaften auf Augenhöhe zu begegnen.

Sollte ich die Erfahrungen und die Erkenntnisse zu denen ich im Verlauf meiner Arbeit gelangt bin, in einer Aussage gebündelt formulieren, könnte sie wie folgt lauten:

„Design ist ein weitreichender und interdisziplinärer Prozess und muß als wirtschaftlicher Faktor mittels eigener Methoden transparent kommuniziert werden.“

Aus diesen Gründen bin ich der Überzeugung, daß „Designmethoden“ im Bachelor-, insbesondere im Masterstudiengang ihren Eingang, sowohl in die Theorie als auch die Praxis der Design-Lehre finden sollten.

Persönlich hat mir die Beschäftigung mit dem Thema – ähnlich dem Ethikunterricht in der Schule im Bezug auf die Religion – einen weiterführenden Blickpunkt im Bezug auf die Designdisziplin ermöglicht.

Ich wünsche mir, diesen Ansatz in meiner kommenden beruflichen Tätigkeit – die ich nun, als Resultat meiner Thesis, deutlich mehr in Richtung Branding, Marketing und Corporate Communications verlagern möchte – fortführen zu können.

Dennis Oswald,
(Masterthesis 2006)

Categories: a) Master's Thesis 2006 (D)

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